Schmerzhaft verzogene Gesichter (bei Maennern) erntet man, wenn man auf die Frage, wo man herkommt, "Alemania" antwortet und ein "cuatro-zero... Schweinsteigeeeeeeer!" hinzufuegt :-)
Jetzt, wo ich ein paar Wochen am Stueck hier verbringe und ein paar Fixpunkte wie meine Spanisch-Stunden und die Tangoschule habe, merke ich, dass man wunderbar in diesen Moloch eintauchen kann. Man muss halt ein bissel auf Grosstadt stehen :-) Als "normaler" Tourist ist man spaetestens nach ein paar Tagen froh, wieder rauszukommen, denke ich. Aber das Land ist ja gross genug, um noch anderes anzuschauen.
Fuer Tangofans ist es hier natuerlich der Traum schlechthin, aber damit sage ich ja nichts neues. Den Unterschied zwischen Tango in Europa und hier sollte man auf jeden Fall mal gesehen und erlebt haben, eine andere Welt tut sich da auf. Falls ein Leser mit dem Gedanken spielt, mit Tango anzufangen, hier mein Rat: legt das Geld lieber zurueck, fliegt ein Mal pro Jahr fuer ein paar Wochen her und nehmt hier alle Kurse mit, die Ihr kriegen koennt. Oder am besten gleich fuer sechs Monate oder ein Jahr. Dann lernt Ihr es richtig und rockt danach jede Milonga (Tangoparty) in Europa! :-)
Pizza und Pasta sind hier uebrigens enttaeuschend, hatte ich deutlich besser erwartet. Ansonsten keine Ueberraschungen beim Essen, die Rindersteaks sind tatsaechlich (meistens) sehr lecker und ausserhalb von Buenos Aires auch sehr preiswert (50% billiger).
Die Andenregion fand ich sehr faszinierend, wobei ein Peru-, Bolivien- oder Chile-erfahrener Reisender vielleicht sagen wuerde, dass er das alles schon gesehen hat und teilweise auch besser.
Ich fand es jedenfalls super und habe Lust bekommen, die genannten Laender irgendwann auch noch zu bereisen.
Tangoschueler vor seiner Tanzschule...
Das Rathaus von Buenos Aires, wird sinnigerweise Casa Rosada genannt...
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