... aus einem Café heraus geschossen: das ist nicht etwa eine Gruppe von Kinderaerzten (haha...), sondern eine Gruppe Schueler in Schuluniform. Ja, genau, diese weissen Aerztekittel... mal ehrlich, damit sind die armen Kids doch gestraft, oder?
Branko en Argentina
Samstag, 28. Mai 2011
Freitag, 27. Mai 2011
Ein Insidertipp :-)
So machen es die Porteños: vor allem nach 18 Uhr ist die Chance recht hoch, dass die Tickethaeuschen in der Subte nicht mehr besetzt sind. Ticketautomaten gibt es nicht. Wenn man sich dann mit ratlosem Blick umschaut, wird man von den Wachleuten an den Drehkreuzen durchgewunken. Fuer den Fall, dass der Ticketverkauf noch geoeffnet ist und sich eine lange Schlange davor gebildet hat (was oefters vorkommt), sollte man ein Ticket in Reserve haben. Ansonsten wie gesagt immer erst checken, ob das Haeuschen besetzt ist oder nicht. Spart einem jedes Mal umgerechnet 20 Cent! ;-)
Mittwoch, 25. Mai 2011
Herbsttage
Heute ist einer der beiden mega-wichtigen Feiertage (Tag der Revolution 1810) in Argentinien, entsprechend "ruhig" ist es auf der Strasse. Meine Tanzschule hat leider auch zu, aber wenigstens meine Spanisch-Lehrerin arbeitet :-) Seit gestern Nachmittag fahren viele Autos mit an die Seitenscheiben geklemmten Flaggen herum. Wollte mich eigentlich auch darum kuemmern, ob es irgendwo Kundgebungen oder Events gibt, aber seit 24 Stunden regnet es quasi in Stroemen und ich bin froh, im Trockenen sein zu koennen. Der Herbst hat nun endgueltig Einzug gehalten. Stellenweise laeuft man auf einem Teppich aus klebrigen, rotbraunen Blaettern. Irgendwie habe ich dieses Jahr eine wichtige Jahreszeit uebersprungen ;-)
Gestern Abend auf dem Weg zu Spanisch wurde ich so richtig nass, von oben und von unten. Aber der Reihe nach: nach der Tanzstunde spazierte ich bei leichtem Nieselregen die 10 Blocks zur Subte (U-Bahn) und stieg ein. Doch schon an der 2. Haltestelle mussten alle wegen eines Unfalls auf der Strecke vor uns aussteigen. Alle also hoch auf die Strasse, wo der Nieselregen inzwischen zu Starkregen uebergegangen war. Bei Regen zeigen sich die Auswirkungen von leeren Staatskassen besonders deutlich. Das Wasser laeuft nicht richtig ab, die Rinnsteine laufen ueber, es bilden sich riesige Pfuetzen. Eine davon sah nicht so tief aus, ich rein, hatte aber natuerlich nicht sehen koennen, dass genau an der Stelle unter der Oberflaeche ein tiefes Loch klaffte...
Gestern Abend auf dem Weg zu Spanisch wurde ich so richtig nass, von oben und von unten. Aber der Reihe nach: nach der Tanzstunde spazierte ich bei leichtem Nieselregen die 10 Blocks zur Subte (U-Bahn) und stieg ein. Doch schon an der 2. Haltestelle mussten alle wegen eines Unfalls auf der Strecke vor uns aussteigen. Alle also hoch auf die Strasse, wo der Nieselregen inzwischen zu Starkregen uebergegangen war. Bei Regen zeigen sich die Auswirkungen von leeren Staatskassen besonders deutlich. Das Wasser laeuft nicht richtig ab, die Rinnsteine laufen ueber, es bilden sich riesige Pfuetzen. Eine davon sah nicht so tief aus, ich rein, hatte aber natuerlich nicht sehen koennen, dass genau an der Stelle unter der Oberflaeche ein tiefes Loch klaffte...
Freitag, 20. Mai 2011
Back in Buenos Aires
Ich habe versucht, mir etwas zu Buenos Aires zu ueberlegen, was dem geneigten Leser einen Eindruck von der Stadt vermitteln koennte. Aber irgendwie will mir kaum etwas einfallen, was man nicht bereits von anderen (sued-) europaeischen Metropolen zur Genuege kennt. Es ist laut, hektisch und schmutzig, die Leute sehen aus wie in Italien oder Spanien. Ich finde sie weder besonders freundlich, noch besonders unfreundlich - untereinander.... als Fremder wird man meistens freundlich-neugierig behandelt, zumal wenn man die frisch in der Spanischstunde gelernten Floskeln anbringen kann :-)
Schmerzhaft verzogene Gesichter (bei Maennern) erntet man, wenn man auf die Frage, wo man herkommt, "Alemania" antwortet und ein "cuatro-zero... Schweinsteigeeeeeeer!" hinzufuegt :-)
Jetzt, wo ich ein paar Wochen am Stueck hier verbringe und ein paar Fixpunkte wie meine Spanisch-Stunden und die Tangoschule habe, merke ich, dass man wunderbar in diesen Moloch eintauchen kann. Man muss halt ein bissel auf Grosstadt stehen :-) Als "normaler" Tourist ist man spaetestens nach ein paar Tagen froh, wieder rauszukommen, denke ich. Aber das Land ist ja gross genug, um noch anderes anzuschauen.
Fuer Tangofans ist es hier natuerlich der Traum schlechthin, aber damit sage ich ja nichts neues. Den Unterschied zwischen Tango in Europa und hier sollte man auf jeden Fall mal gesehen und erlebt haben, eine andere Welt tut sich da auf. Falls ein Leser mit dem Gedanken spielt, mit Tango anzufangen, hier mein Rat: legt das Geld lieber zurueck, fliegt ein Mal pro Jahr fuer ein paar Wochen her und nehmt hier alle Kurse mit, die Ihr kriegen koennt. Oder am besten gleich fuer sechs Monate oder ein Jahr. Dann lernt Ihr es richtig und rockt danach jede Milonga (Tangoparty) in Europa! :-)
Pizza und Pasta sind hier uebrigens enttaeuschend, hatte ich deutlich besser erwartet. Ansonsten keine Ueberraschungen beim Essen, die Rindersteaks sind tatsaechlich (meistens) sehr lecker und ausserhalb von Buenos Aires auch sehr preiswert (50% billiger).
Die Andenregion fand ich sehr faszinierend, wobei ein Peru-, Bolivien- oder Chile-erfahrener Reisender vielleicht sagen wuerde, dass er das alles schon gesehen hat und teilweise auch besser.
Ich fand es jedenfalls super und habe Lust bekommen, die genannten Laender irgendwann auch noch zu bereisen.
Tangoschueler vor seiner Tanzschule...

Das Rathaus von Buenos Aires, wird sinnigerweise Casa Rosada genannt...
Schmerzhaft verzogene Gesichter (bei Maennern) erntet man, wenn man auf die Frage, wo man herkommt, "Alemania" antwortet und ein "cuatro-zero... Schweinsteigeeeeeeer!" hinzufuegt :-)
Jetzt, wo ich ein paar Wochen am Stueck hier verbringe und ein paar Fixpunkte wie meine Spanisch-Stunden und die Tangoschule habe, merke ich, dass man wunderbar in diesen Moloch eintauchen kann. Man muss halt ein bissel auf Grosstadt stehen :-) Als "normaler" Tourist ist man spaetestens nach ein paar Tagen froh, wieder rauszukommen, denke ich. Aber das Land ist ja gross genug, um noch anderes anzuschauen.
Fuer Tangofans ist es hier natuerlich der Traum schlechthin, aber damit sage ich ja nichts neues. Den Unterschied zwischen Tango in Europa und hier sollte man auf jeden Fall mal gesehen und erlebt haben, eine andere Welt tut sich da auf. Falls ein Leser mit dem Gedanken spielt, mit Tango anzufangen, hier mein Rat: legt das Geld lieber zurueck, fliegt ein Mal pro Jahr fuer ein paar Wochen her und nehmt hier alle Kurse mit, die Ihr kriegen koennt. Oder am besten gleich fuer sechs Monate oder ein Jahr. Dann lernt Ihr es richtig und rockt danach jede Milonga (Tangoparty) in Europa! :-)
Pizza und Pasta sind hier uebrigens enttaeuschend, hatte ich deutlich besser erwartet. Ansonsten keine Ueberraschungen beim Essen, die Rindersteaks sind tatsaechlich (meistens) sehr lecker und ausserhalb von Buenos Aires auch sehr preiswert (50% billiger).
Die Andenregion fand ich sehr faszinierend, wobei ein Peru-, Bolivien- oder Chile-erfahrener Reisender vielleicht sagen wuerde, dass er das alles schon gesehen hat und teilweise auch besser.
Ich fand es jedenfalls super und habe Lust bekommen, die genannten Laender irgendwann auch noch zu bereisen.
Tangoschueler vor seiner Tanzschule...
Das Rathaus von Buenos Aires, wird sinnigerweise Casa Rosada genannt...
ein paar Bilder...
Die Salinas Grandes, ein Salzsee bei Purmamarca auf 3.300 m Hoehe


Mein Hoehenrekord bisher...
Ein Pass zwischen Purmamarca und dem Salzsee - mal eben so zwischendurch auf 4.170 m.

Cerro des los 7 colores in Purmamarca...
Purmamarca und Tilcara sind sehr empfehlenswerte Ziele im Norden. Beeindruckend und man bekommt einen Vorgeschmack auf das, was einen in Bolivien und Peru erwarten koennte. Diese Ecke des Landes ist sowas von weit weg von Buenos Aires oder Mendoza, nicht nur raeumlich!

Hauptstrasse von Tilcara. Wunderschoenes, gemuetliches Dorf an der Strasse in Richtung Bolivien. Es ist schon auf Touristen ausgerichtet, aber irgendwie muessen sich die Touristen hier der Umgebung unterordnen und nicht umgekehrt. Die Hoehe ist schon spuerbar (2.500 m) und wenn am Nachmittag die Sonne hinter den Andengipfeln verschwindet, wird es ruckzuck frisch. Eine tolle Wanderung von Tilcara fuehrt zur "Garganta del Diablo", einer spektakulaeren Schlucht mit Wasserfall. Die Anstrengungen, nochmal 500 Hoehenmeter dahin zu machen, lohnen sich garantiert!
Vicuna am Wegesrand...
Eine kleine Gruppe von ihnen kreuzte seelenruhig vor uns die Strasse.
Mein Hoehenrekord bisher...
Ein Pass zwischen Purmamarca und dem Salzsee - mal eben so zwischendurch auf 4.170 m.
Cerro des los 7 colores in Purmamarca...
Purmamarca und Tilcara sind sehr empfehlenswerte Ziele im Norden. Beeindruckend und man bekommt einen Vorgeschmack auf das, was einen in Bolivien und Peru erwarten koennte. Diese Ecke des Landes ist sowas von weit weg von Buenos Aires oder Mendoza, nicht nur raeumlich!
Hauptstrasse von Tilcara. Wunderschoenes, gemuetliches Dorf an der Strasse in Richtung Bolivien. Es ist schon auf Touristen ausgerichtet, aber irgendwie muessen sich die Touristen hier der Umgebung unterordnen und nicht umgekehrt. Die Hoehe ist schon spuerbar (2.500 m) und wenn am Nachmittag die Sonne hinter den Andengipfeln verschwindet, wird es ruckzuck frisch. Eine tolle Wanderung von Tilcara fuehrt zur "Garganta del Diablo", einer spektakulaeren Schlucht mit Wasserfall. Die Anstrengungen, nochmal 500 Hoehenmeter dahin zu machen, lohnen sich garantiert!
Dienstag, 17. Mai 2011
Mittags im Museum
Im archaeologischen Museum von Salta sind mumifizierte Leichen von Inca-Kindern zu sehen, die Ende der 90er Jahre in grosser Hoehe auf dem Vulkan Llullaillaco ausgegraben wurden. Aufgrund der Hoehe und der niedrigen Temparaturen dort sind sie sehr gut erhalten. Sie wurden in sitzender Position begraben, wodurch mir beim Betrachten ziemlich mulmig wurde. Wenn man zu viele Horrorfilme a la "The Ring" gesehen hat, schiessen einem sofort wilde Gedanken durch den Kopf, wie z. B. dass das Kind vielleicht gleich langsam den Kopf hebt und einen anstarrt... Auf jeden Fall stimmt einen der damalige Brauch nachdenklich, von Zeit zu Zeit Kinder zu opfern, indem man sie mit Alkohol betaeubt und lebend in einem Erdloch vergraebt.
Einen netten Schockeffekt haelt das Museum noch an anderer Stelle bereit. Neben einer verdunkelten Glasscheibe erklaert eine Tafel, dass hier eine weitere Mumie zu sehen sei, die an anderer Stelle in den Anden gefunden wurde. Man koenne sie anschauen, indem man den Lichtschalter betaetigt. Trotz dieser Art von Vorwarnung faellt man als Betrachter fast hintenueber, wenn schlagartig eine helles Licht hinter der Glasscheibe angeht und einen die sitzende Mumie aus ca. 30 cm Entfernung anstarrt. Besser schnell wieder das Licht aus! ;-)
Einen netten Schockeffekt haelt das Museum noch an anderer Stelle bereit. Neben einer verdunkelten Glasscheibe erklaert eine Tafel, dass hier eine weitere Mumie zu sehen sei, die an anderer Stelle in den Anden gefunden wurde. Man koenne sie anschauen, indem man den Lichtschalter betaetigt. Trotz dieser Art von Vorwarnung faellt man als Betrachter fast hintenueber, wenn schlagartig eine helles Licht hinter der Glasscheibe angeht und einen die sitzende Mumie aus ca. 30 cm Entfernung anstarrt. Besser schnell wieder das Licht aus! ;-)
Freitag, 13. Mai 2011
Rundreise im Nordwesten...
Dinosaurier auf der Plaza in La Rioja...

Es gibt vermutlich in jeder argentinischen Stadt eine zentrale Plaza, die entweder nach dem 9. Juli 1816 (Tag der Unabhaengigkeitserklaerung Argentiniens von Spanien) oder dem 25. Mai 1810 (Revolutionstag) benannt ist.
Patio in der Unterkunft in La Rioja...

Cristo Redentor an der Grenze zu Chile. Die Statue wurde aus den eingeschmolzenen Kanonen gegossen, die Chile und Argentinien eine zeitlang wegen eines Grenzkonfliktes aufeinander gerichtet hatten. Im Hintergrund Gipfel mit Gletscher auf chilenischer Seite.

Hoehensonne brennt, Sauerstoff fehlt...

illegaler Grenzuebertritt am Cristo Redentor :-)

der Gletscher in Form einer liegenden, einbeinigen Frau, von Cristo Redentor aus gesehen, links dahinter der Aconcagua...

Aconcagua rangezoomt...

Ein fliehendes Guanago im Nationalpark Talampaya. Die Tiere sind verwandt mit Alpaka und Vicuna, lassen sich aber nicht so gut halten bzw. zuechten.

Der Fluchtversuch war nicht erfolgreich! ;-)

Absinth in Maipu bei Mendoza...

Die Lagerfaesser von "La Rural" in Maipu...

leckeres Abendessen im Nachtbus...

Es gibt vermutlich in jeder argentinischen Stadt eine zentrale Plaza, die entweder nach dem 9. Juli 1816 (Tag der Unabhaengigkeitserklaerung Argentiniens von Spanien) oder dem 25. Mai 1810 (Revolutionstag) benannt ist.
Patio in der Unterkunft in La Rioja...

Cristo Redentor an der Grenze zu Chile. Die Statue wurde aus den eingeschmolzenen Kanonen gegossen, die Chile und Argentinien eine zeitlang wegen eines Grenzkonfliktes aufeinander gerichtet hatten. Im Hintergrund Gipfel mit Gletscher auf chilenischer Seite.

Hoehensonne brennt, Sauerstoff fehlt...
illegaler Grenzuebertritt am Cristo Redentor :-)

der Gletscher in Form einer liegenden, einbeinigen Frau, von Cristo Redentor aus gesehen, links dahinter der Aconcagua...

Aconcagua rangezoomt...

Ein fliehendes Guanago im Nationalpark Talampaya. Die Tiere sind verwandt mit Alpaka und Vicuna, lassen sich aber nicht so gut halten bzw. zuechten.

Der Fluchtversuch war nicht erfolgreich! ;-)

Absinth in Maipu bei Mendoza...

Die Lagerfaesser von "La Rural" in Maipu...

leckeres Abendessen im Nachtbus...
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