Wie bereits kurz angedeutet, waren meine Erfahrungen als Aktiver auf den 'pistas', den Tanzflaechen der Stadt, bisher eher ernuechternd. Die verschiedenen Locations mal live zu erleben, ist aber in jedem Fall lohnenswert - auch fuer Nichttaenzer, und man sollte es sich nicht entgehen lassen. Der Hoehepunkt war bisher 'La Catedral'. Der Eindruck beim erstmaligen Betreten des Raumes war ueberwaltigend. Nie und nimmer haette ich mir eine Tangolocation so abgefahren vorgestellt. Leider kann ich mit meinem Apparat keine brauchbaren Bilder davon produzieren. Hier sind ein paar schoene: http://www.torito.nl/tango/fotos/buenosaires/milongas/la_catedral/index.html
Es handelt sich hier um eine riesige Lagerhalle mit offenem Dachstuhl, die ziemlich krass heruntergekommen ist. Die Seitenwaende weisen deutliche Spuren von Wassereinbruechen und kleineren Feuern auf. Das Mobiliar ist alt und wild zusammengewuerfelt, die Bar siffig ohne Ende, man darf nicht so genau hinschauen. Dabei ist hilfreich, dass der Saal duester ausgeleuchtet ist. Die Waende sind dicht behaengt mit den verschiedensten Geraetschaften, Postern, gerahmten Bildern. Der Boden ist sehr holprig, eigentlich kaum geeignet fuer die grazilen Tanschuhe der Damen. Aber das beste ist ein Objekt, das an einem Ende des Saals auf halber Hoehe frei schwebt: ein riesiges, unfoermiges, rotes, aus Pappmache und duennen Stoffen gemachtes und von innen beleuchtetes Herz.
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